CoWorking-Space Wexelwirken in Wankheim – Interview

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Interview mit Christopher Schmidhofer vom CoWorking-Space WeXelwirken in Kusterdingen – Auszüge etwas überarbeitet hier als Text:

Südseh.info: Hallo Christopher, Du bietest CoWorking-Space – was bedeutet das, kurz zusammengefasst?

Christopher Schmidhofer: Unser CoWorking-Space WexelWirken in Wankheim bietet den ersten CoWorking-Space auf dem Lande. CoWorking ist die Flucht aus dem Heimarbeitsplatz hin zu mehr Kooperation, mehr Miteinander. Wir laden alle ein, das mal auszuprobieren. Jeder der das mal probiert – für ein oder zwei Tage – ist eigentlich davon überzeugt und kommt wieder.

SI: Und “Wexelwirken” ist der Titel von dem Ganzen?

CS: Genau – der Name kommt aus Paderborn, da habe ich das ganze Coworking-Konzept auch kennengelernt.Ich habe dort studiert und dann dort dieses Büro kennengelernt, und war sofort begeistert von der Idee. Danach habe ich dort etwas gearbeitet und war richtig begeistert davon.
Und als wir dann hier nach Tübingen gezogen sind, hab ich zunächst zu Hause gearbeitet. Dann habe ich schnell gemerkt, dass mit dieser Erfahrung im Hintergrund war dieses abgeschottet-sein, alleine-sein, dieses immer-dieselbe-Wand-Anstarren – das war nichts mehr für mich. Dann habe ich diesen freien Raum gesehen in Wankheim, wo wir auch wohnen – und  nach einigen Malen Dranvorbeifahren habe ich dann den Makler angerufen. Dann ging das recht schnell und im Januar haben wir den CoWorkingspace eröffnet.
Wir haben eine Kooperation mit Wexelwirken Paderborn, so dass wir den Namen verwenden können. Und der passt auch so gut, Wechsel-Wirken – was aus dieser Wechselwirkung heraus entsteht, das ist immer wieder erstaunlich. in jedem Netzwerk gibt es so viele Ideen, so viele neue Leute.

SI: Gibt es Wexelwirken dann noch an anderen Orten?

CS: Coworking-Spaces gibt es viele, aber unter dem Namen “Wexelwirken” gibt es das nur in Paderborn und hier. Wie die Zusammenarbeit laufen wird, muss sich noch einspielen, wir sind noch in der Findungsphase.

SI: Ich habe neulich von einer CoWorking-Space-Einweihung in Pforzheim gehört – wieviele solcher Spaces gibt es denn, und ist das eine ganz neue Geschichte hier oder gibt es das schon länger?

CS: Also hier in Deutschland gibt es das seit 2-3 Jahren, wie so vieles kommt es aus den USA, international gibt es das seit 5-6 Jahren. In Deutschland haben wir knapp 70, weltweit rund 850. Es ist eine Sache, sie sich immer weiter ausbreitet. Anfangs hat sich die Zahl jährlich immer verdoppelt, zuletzt hat es sich etwas verlangsamt auf etwa 20-30% Wachstum im Jahr. Es ist so eine Welle, die gerade so etwas hochschwappt. Es gibt also viele die aufmachen, aber einige mussten auch schon wieder schließen - Es ist also nicht so, dass alles überall super läuft.

Am meisten Furore macht zurzeit das Beta-Haus. Berlin-Hamburg- eine Dependance in München ist geplant oder auch schon offen.

SI: Gibt es so eine Art Kriterien-Katalog, was ein CoWorking-Space ist, oder nicht? Kaffee-Maschine muss dasein – Internet etc.?

CS: CoWorking-Space ist etwas, wo ich flexibel hingehen kann, also tageweise, Stundenweise, Wochenweise, Monatsweise – wie es mir gerade passt, wie ich es gerade brauche. Und wo es nicht nur darum geht, abgeschlossen im Kämmerlein nur da zu arbeiten, sondern auch um den Austausch und dahinter etwas größeres schaffen. Das ist für mich ganz wichtig: dass da Austausch stattfindet, dass man mal dem anderen über die Schulter schauen kann, das gehört dazu.

In Wankheim haben wir eine Lehrerin, digitale Bildbearbeitung und ich mit Webseiten-Gestaltung. Und das sind eben drei ganz verschiedene Sachen, wo jeder aber auch mal beim anderen mit reingucken kann und schauen kann, was machen denn die anderen so. So dass nicht jeder so seinen Tunnelblick hat in seinem Bereich, sondern auch den Blick über den Tellerrand. Es gibt da inzwischen auch Business-Parks, die mit dem Namen locken – aber für mich gehört zum CoWorking auch der Austausch.

SI: Es geht also auch ums Teilen, teilhaben lassen.

CS: Genau – wenn ich zum Beispiel eine Frage zur Bildbearbeitung habe, dann kann ich da um Hilfe fragen – und zeige anderen auch etwas.

SI: Ihr macht auch Veranstaltungen?

CS: Genau – Auf der künstlerischen Seite sind das Vernissagen und Ausstellungen – gerade gibt es eine von Petra Ohneseit, die man dort anschauen kann. Das sorgt für Abwechslung in der Atmosphäre und schafft Aufmerksamkeit. Und andererseits machen wir Veranstaltungen für Selbstständige – zum Beispiel gerade einen dreitägigen Workshop für nachhaltiges Marketing. Es gibt auch eine Kooperation mit den Härten-Tagen, so dass viele Veranstaltungen der Härten-Tage im Wexelwirken-Space stattfinden.

SI: Was habt Ihr für Ziele?

CS: Unser Ziel ist es, bis Jahresende auf jeden Fall noch zwei Coworker zu finden. Und natürlich viele gute Kooperationen und Wechselwirkungen.

mehr hier als Tondatei:
Interview mit Christopher Schmidhofer (MP3)
authentisch und live auf dem Blauen Sofa am Ostende des französischen Viertels – die Fragen stellte Fabian Betz

Kontakt: www.wexelwirken.net

Preise und Angebot

  • Schnuppern kostenlos
  • Tagespreis: 15€ – Stundenpreis auch möglich
  • Monatspreis: 250 €
  • Geboten ist:
    • Internetanschluss, Laserdrucker, Tintenfarbdrucker, Scanner, Kopierer,
    • Küchenzeile, Kühlschrank für Getränke (zum Beispiel Mate, das Programmiererkultgetränk),
    • Kaffeemaschine,
    • Raum direkt im Zentrum von Wankheim
    • Bäcker, Metzger, Biohofladen, Fotograf, Geldautomat, Textildruckerei, Frisör – fußläufig.

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Wer Interesse hat, an einem CoWorking-Space im Französischen Viertel mit zu machen, einen solchen anzubieten oder zu planen  kann das hier im Kommentar äußern, oder auch über die Redaktion Kontakt aufnehmen.

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